Ziel(e)
Zentrales Anliegen der Arbeit ist es, die Verbindung zwischen den patriarchalen historischen Frauendarstellungen der Schützenkultur und der besorgniserregenden Gegenwart von Femiziden in Österreich aufzuzeigen.
Zielgruppe(n)
Interessierte Bürgerinnen und Bürger in Oberösterreich.
Inhalt
Frauenzimmerschießen rückt die tief in der österreichischen Identität verankerte Kulturgeschichte des Schießens und Jagens in den Fokus. Anhand von künstlerischen Interventionen wird die historische Bildsprache des Schützenwesens kritisch hinterfragt und in einen gegenwärtigen Diskurs rundum das Thema Femizide gestellt. Untersucht werden historische Schützenscheiben, alte Ansichtskarten von Schützenfesten, sowie die Symbolik der Zielscheibe als Metapher von Macht und Kontrolle über Frauen.
• Was bedeutet es, wenn zahllose Schützenscheiben mit Abbildungen von zerschossenen Frauenkörpern Teil unseres kulturellen Erbes sind?
• Welche gesellschaftlichen Bilder enthüllen Ansichtskarten, die das Liebeswerben mit dem Schießen auf Frauen illustrieren?
• Welche patriarchalen Gesellschaftsstrukturen zeigen Darstellungen von Frauen, die selbst Zielscheiben vor ihre Körper halten, während Männer auf diese zielen?
Der zeitliche Bogen wird gespannt, indem historische Schützenscheiben, Ansichtskarten und die Symbolik der Zielscheibe performativ für neue Foto- und Videoarbeiten verwendet werden.
Der Körper der Künstlerin fungiert als Aktionsfläche, auf der die Bildsprachen von Vergangenheit und Gegenwart einander begegnen. Die geplanten Arbeiten werden am Ende des Projektes in einer eigenen Ausstellung gezeigt.
Projektinformationen
- Organisation
- Amt der Oö. Landesregierung
- Projektstart
- 2024
- Projektende
- 2025
- Handlungsfeld(er)
- Wertschätzung und Frauensolidarität
- Das Projekt leistet einen Beitrag zu folgenden Indikatoren / Wirkungen aus der Frauenstrategie:
- Verringerung der Anzahl der Frauen, die privat und im öffentlichen Raum von Gewalt betroffen sind und/oder Sensibilisierung zum Abbau von geschlechterspezifischer Gewalt
- Projektauswirkung(en)
- extern
- Projektdurchführung
- extern (Kulturverein FAMA – Fine and Performing Arts)
- Kontakt
Kulturverein FAMA – Fine and Performing Arts, Telefon: 0650-9998499; E-mail: elisa.andessner.net
- Links