Amt der Oö. Landesregierung • Direktion Kultur und Gesellschaft • Abteilung Gesellschaft • Frauenreferat
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Pensionsberatung - Beratung zur Verbesserung der Pensionsabsicherung von Frauen

Ziel(e)

Sensibilisierung von Frauen aller Altersgruppen für die Bedeutung der Pensionsabsicherung sowie Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen und Prävention von Altersarmut von Frauen

Zielgruppe(n)

Frauen und junge Frauen in Oberösterreich

Inhalt

Finanzielle Absicherung und Unabhängigkeit ist eine unabdingbare Voraussetzung, um ein selbst bestimmtes Leben führen zu können.
Dies betrifft sowohl Erwerbszeiten als auch die Zeit der wohlverdienten Pension.
Weibliche Erwerbsbiografien unterscheiden sich jedoch stark von männlichen Erwerbsverläufen und sind von niedrigeren Einkünften, Erwerbsunterbrechungen und langjähriger Teilzeitarbeit gekennzeichnet.
Die Gründe dafür sind, dass Frauen nach wie vor den weitaus überwiegenden Teil der unbezahlten Sorgearbeit leisten:
Haushaltsführung, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen sind immer noch weiblich! 
Jede 2. Frau in Österreich ist teilzeitbeschäftigt (2023: 50,6%; Statistik Austria), in Oberösterreich liegt der Anteil aktuell sogar bei 56,8%.
Die Folgen daraus sind geringere Erwerbseinkünfte, niedrigere Leistungen aus der Sozial- und Krankenversicherung (Arbeitslosen- oder Krankengeld) und daraus folgend auch viel geringere Pensionseinkünfte! Der Equal Pension Gap lag 2024 mit über 40% weit über dem Equal Pay Gap (12,6%).
Insgesamt bedeutet das für Frauen in Oberösterreich, dass sie sehr oft finanziell vom Partner abhängig sind. Eine Trennung oder Scheidung kann mitunter existenzbedrohend sein.
Aus diesem Grund werden Frauen in der Pensionsberatung für das Thema der eigenen finanziellen Vorsorge im Alter sensibilisiert und auf die Wichtigkeit der Erwerbstätigkeit hingewiesen. Als Voraussetzung dafür wird gleichsam auf die Notwendigkeit der partnerschaftlichen Teilung der Sorgearbeit eingewirkt.
Die Inhalte der Pensionsberatung umfassen neben den allgemeinen Informationen zum Pensionskonto, den Versicherungszeiten usw. auch die Aufklärung über die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Verbesserung der Altersvorsorge:
freiwilliges Pensionssplitting zwischen Eltern, kostenfreie Selbst- und Weiterversicherung für Pflegezeiten, kostenbegünstigte Selbstversicherung bei geringfügigen Beschäftigungen, Vorteile der Höherversicherung und Unterschiede der staatlichen und privaten Pensionsvorsorge.

Projektinformationen

Organisation
Amt der Oö. Landesregierung • Direktion Kultur und Gesellschaft • Abteilung Gesellschaft
Projektstart
2020
Handlungsfeld(er)
Beruf und finanzielle Absicherung ● Familie, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen
Das Projekt leistet einen Beitrag zu folgenden Indikatoren / Wirkungen aus der Frauenstrategie:
Verringerung des Einkommens- und Pensionsunterschiedes (Gender Pay-Gap/Pensions Gap) von Frauen und Männern zB durch Unterstützung zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen ● Erhöhung des durchschnittlichen Einkommens von Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern ● Erhöhung der Anzahl von frauenfördernden Netzwerken in Oberösterreich und/oder Forcierung der Vernetzung von Frauen ● Verringerung der Arbeitslosenquote von Frauen 50plus ● Erhöhung des Frauenanteils am Arbeitsmarkt im ländlichen Raum, in der ländlichen Entwicklung und in den Ausschüssen der Gemeinden
Projektauswirkung(en)
intern ● extern
Projektdurchführung
extern (Autonomes Frauenzentrum )
Kontakt

E-Mail: a.jobst-hausleithner@frauenzentrum.at; Telefon: 0732-602200

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